Was kostet eine statistische Auswertung? Preise, Stundenzahlen und was den Aufwand treibt
- vor 5 Tagen
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Die Frage kommt fast immer erst am Ende des Erstgesprächs, meistens etwas zögerlich: "Und was kostet das dann ungefähr?"
Wir finden, sie gehört an den Anfang. Deshalb hier die konkreten Zahlen, mit denen du rechnen kannst , ohne Formular, ohne Anfrage, ohne "auf Anfrage".
Der Stundensatz
Für Studierende und Doktoranden berechnen wir im regulären Bearbeitungszeitraum 95 € pro Stunde. Dieser Satz gilt gleichermaßen für die vollständige Übernahme der Auswertung und für das 1:1-Statistikcoaching.
Abgerechnet wird im 15-Minuten-Takt. Du musst also keine volle Stunde buchen, wenn deine Frage in 30 Minuten geklärt ist.
Für Unternehmen und Forschungsprojekte erstellen wir individuelle Angebote, weil dort Umfang, Dokumentationsanforderungen und Datenlage stark variieren.

Was kostet eine statistische Auswertung konkret
Reine Stundensätze helfen wenig, wenn du nicht weißt, wie viele Stunden dein Projekt braucht. Daher versuchen wir die Frage etwas besser zu beantworten, was kostet eine statistische Auswertung. Deshalb die typischen Größenordnungen aus unserer Praxis, wobei jedes Projekt individuell ist und es auch Abweichungen geben kann.
Bachelorarbeit, 3–6 Hypothesen
Ein überschaubarer Datensatz, gängige Verfahren wie t-Tests, Korrelationen oder eine einfaktorielle ANOVA.
Analyseaufwand: etwa 4–6 Stunden Größenordnung: rund 380–570 € Hinzu kommt das Abschlussmeeting von 60–90 Minuten, in dem wir alle Ergebnisse gemeinsam durchgehen.
Masterarbeit, komplexere Verfahren
Regressionsanalysen, Mediation oder Moderation, Messwiederholungs-ANOVA, Skalenbildung mit Reliabilitätsprüfung.
Analyseaufwand: meist 5–8 Stunden Größenordnung: rund 475–760 €
Dissertation
Umfangreichere Datensätze, mehr Hypothesen, häufig mehrere Analyseblöcke und höhere Anforderungen an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit.
Analyseaufwand: meist 8–12 Stunden Größenordnung: typischerweise je nach Umfang zwischen etwa 760 und 1.150 €
Diese Zahl nennen wir bewusst offen, auch wenn sie im ersten Moment größer wirkt als die anderen. Eine Dissertation ist ein mehrjähriges Projekt, und die statistische Auswertung ist der Teil, an dem sie sichtbar steht oder fällt. Uns ist wichtiger, dass du realistisch planen kannst, als dass eine niedrige Einstiegszahl gut aussieht.
Du musst das nicht auf einmal entscheiden. Bei Dissertationen arbeiten wir auf Wunsch in Etappen:
Datenaufbereitung, Skalenbildung und deskriptive Analyse
Hauptanalysen und Voraussetzungsprüfung
Ergebnisdarstellung und Abschlussgespräch
Jede Etappe wird einzeln besprochen und abgerechnet. Du entscheidest nach jedem Schritt neu, ob und wie es weitergeht.
Ein Hinweis, der oft übersehen wird: Kosten für statistische Beratung sind bei Promovierenden in vielen Fällen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Ob das in deinem Fall zutrifft, klärst du am besten mit deinem Steuerberater – nachfragen lohnt sich.
Punktuelle Unterstützung
Du kommst allein zurecht, hast aber eine konkrete Frage – etwa welcher Test passt, wie ein Output zu lesen ist oder ob deine Skalenbildung sauber war.
Aufwand: 30–60 Minuten Größenordnung: rund 48–95 €
Alle Angaben sind Erfahrungswerte, keine Festpreise. Vor Beginn erhältst du immer eine konkrete Einschätzung für dein Projekt.
Du willst wissen, was deine Auswertung kostet? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns dein Projekt an und du bekommst eine belastbare Einschätzung zu Aufwand, Zeitrahmen und Kosten – unverbindlich.
Was den Aufwand tatsächlich treibt
Der Umfang deiner Arbeit ist überraschend selten der Hauptfaktor. Diese fünf Punkte machen den Unterschied:
1. Der Zustand deiner Daten. Das ist mit Abstand der größte Hebel. Ein sauber strukturierter Datensatz mit klaren Variablennamen, korrektem Messniveau und dokumentierten Kodierungen spart Stunden. Ein Excel-Export mit Freitextfeldern, gemischten Formaten und drei Varianten von "keine Angabe" kostet sie.
2. Die Anzahl der Hypothesen – nicht die Seitenzahl. Sechs Hypothesen mit jeweils eigenem Verfahren sind aufwendiger als eine 120-seitige Arbeit mit zwei Fragestellungen.
3. Die Komplexität der Verfahren. Ein t-Test ist in Minuten gerechnet. Eine Mediationsanalyse mit Bootstrapping, eine Mehrebenenanalyse oder eine konfirmatorische Faktorenanalyse brauchen Vorbereitung, Prüfung und Interpretation.
4. Wie viel Vorarbeit nötig ist. Skalenbildung, Umkodierung invertierter Items, Umgang mit fehlenden Werten, Ausreißerprüfung – das passiert vor der eigentlichen Analyse und wird oft unterschätzt.
5. Der Umfang der schriftlichen Aufbereitung. Die reine Berechnung ist eine Sache. Fertig formulierte, APA-konforme Ergebnistexte und Tabellen sind eine zusätzliche Leistung.
So senkst du die Kosten
Diese Punkte kosten dich nichts und sparen realistisch ein bis zwei Stunden:
Datensatz aufräumen, bevor du ihn schickst. Eine Zeile pro Person, eine Spalte pro Variable, sprechende Variablennamen.
Ein Codebuch mitschicken. Welche Variable bedeutet was, wie sind die Antwortstufen kodiert, welche Items sind invertiert.
Hypothesen präzise formulieren. "Gibt es einen Zusammenhang zwischen X und Y?" ist deutlich klarer als "Ich untersuche Stress bei Studierenden."
Vorgaben deines Instituts mitschicken. APA 6 oder 7? Bestimmte Tabellenformate? Das nachträglich anzupassen kostet Zeit.
Früh anfragen. Die Express-Bearbeitung in 24–48 Stunden ist möglich, aber teurer als der reguläre Zeitraum von etwa sieben Kalendertagen.
Auswertung übernehmen lassen oder Coaching?
Bei gleichem Stundensatz stellt sich die Frage, welche Variante für dich günstiger ist.
Die Übernahme der Auswertung ist planbar und schneller. Du gibst die Daten ab, bekommst die Ergebnisse und wir besprechen sie gemeinsam, sodass du sie verteidigen kannst.
Das Coaching kann insgesamt günstiger werden, wenn du zwischen den Terminen selbstständig weiterarbeitest. Du zahlst dann nur die gemeinsamen Sitzungen.
Häufige Fragen
Wann muss ich zahlen? Bei der Übernahme der Auswertung gesammelt nach dem Abschlussmeeting. Beim Coaching nach der jeweiligen Sitzung oder bei längerer Begleitung nach je vier Stunden.
Was passiert mit meinen Daten? Nach Abschluss und Klärung aller Fragen werden alle Unterlagen vertraulich behandelt und gelöscht.
Kann ich auch nur einzelne Schritte buchen? Ja. Viele buchen gezielt Unterstützung bei der Testauswahl, bei der Skalenbildung oder bei der Interpretation eines Outputs.
Wie schnell bekomme ich einen Termin? Coaching-Termine sind meist innerhalb weniger Tage möglich.
Rechne einmal konkret durch, was dein Projekt kosten würde. Schildere uns im kostenlosen Erstgespräch kurz deine Fragestellung und den Stand deiner Daten, du bekommst eine belastbare Einschätzung, ohne dich zu irgendetwas zu verpflichten. Alle Details zu unseren Leistungen findest du auf der Seite Statistik Hilfe für Studierende und Doktoranden.



