Korrelationstabelle nach APA 7 erstellen
Die Korrelationsmatrix ist in vielen Arbeiten die erste Tabelle im Ergebnisteil – und die, die am häufigsten direkt aus SPSS hineinkopiert wird. Das fällt sofort auf, weil der SPSS-Output vier Zeilen pro Variable ausgibt und APA nur eine vorsieht.
Wie die Korrelationstabelle nach APA 7 aufgebaut ist
Eine APA-7-Korrelationstabelle zeigt die Variablen in Zeilen und Spalten, nummeriert und füllt nur die untere Dreiecksmatrix. Die obere Hälfte bleibt leer, weil sie dieselbe Information doppelt enthielte. Die Diagonale bleibt ebenfalls leer oder enthält die Reliabilitäten.
Sinnvoll kann es sein, Mittelwert und Standardabweichung als erste beiden Spalten aufzunehmen. Dann ersetzt eine Tabelle zwei.
Tabelle 1
Mittelwerte, Standardabweichungen und Interkorrelationen der Untersuchungsvariablen

Anmerkung. N = 214. p < .05. *p < .01. ***p < .001.
Die Formalia
Tabellennummer fett, in eigener Zeile über der Tabelle. Tabellentitel kursiv, darunter, ohne abschließenden Punkt. Keine senkrechten Linien. Waagerecht in der Regel nur drei: über der Kopfzeile, darunter und unter der letzten Zeile. Anmerkung unterhalb, beginnend mit kursivem Anmerkung. Keine führende Null bei Korrelationen, weil r den Betrag 1 nicht überschreiten kann: .34, nicht 0.34. Zwei Nachkommastellen, einheitlich. Negatives Vorzeichen als typografisches Minus, nicht als Bindestrich.
Diese und weitere Formalia im Überblick: Die häufigsten APA-7-Fehler im Ergebnisteil.
Was aus dem SPSS-Output wegfällt
SPSS gibt pro Variablenpaar drei bis vier Zeilen aus: Korrelation nach Pearson, Signifikanz, N und teils Kovarianz. In die APA-Tabelle kommt davon nur der Koeffizient. Die Signifikanz wird über Sternchen kodiert, das N steht in der Anmerkung. Allerdings ist auch dennoch möglich die Signifikanz auch unter Vereinbarung von APA-7 darzustellen. Wenn das N zwischen den Variablen schwankt, weil unterschiedlich viele Personen geantwortet haben, gehört das in die Anmerkung.
Sternchen oder exakte p-Werte?
APA 7 lässt beides zu. Die Sternchen-Notation ist kompakt und in der Psychologie üblich. Wer exakte p-Werte bevorzugt ist das auch in Ordnung, kann aber bei mehr als vier Variablen in einer Tabelle unübersichtlich werden.
Wenn du Sternchen verwendest, müssen sie in der Anmerkung erklärt werden. Eine Tabelle mit Sternchen ohne Legende ist unvollständig.
Was in den Fließtext gehört
Die Tabelle steht für sich, der Text wiederholt sie nicht. Er hebt hervor, was inhaltlich zählt:
Die Interkorrelationen der Untersuchungsvariablen sind in der Tabelle 1 dargestellt. Es wird deutlich, dass die Arbeitsbelastung negativ mit der Schlafqualität zusammen hin, r = −.34, p < .01. Der Zusammenhang zwischen Schlafqualität und Lebenszufriedenheit fiel mit r = .47 am stärksten aus.
Zur Einordnung der Stärke werden häufig die Konventionen von Cohen herangezogen: ab etwa .10 klein, ab .30 mittel, ab .50 groß. Diese Grenzen sind Faustregeln, keine Naturkonstanten, in manchen Forschungsfeldern ist ein Zusammenhang von .20 bereits bemerkenswert.
Pearson oder Spearman?
Pearson setzt metrische Daten und einen linearen Zusammenhang voraus und reagiert empfindlich auf Ausreißer. Spearman arbeitet mit Rängen, eignet sich für ordinale Daten und ist robuster. Schau dir vor der Entscheidung ein Streudiagramm an. Ein Korrelationskoeffizient nahe null bei deutlich gekrümmtem Zusammenhang ist ein bekanntes Missverständnis, Pearson misst nur den linearen Anteil.
Häufige Fragen
Wie viele Variablen passen in eine Tabelle? Bis etwa zehn bleibt sie lesbar. Darüber hinaus solltest du nach inhaltlichen Blöcken aufteilen.
Darf ich Reliabilitäten in die Diagonale schreiben? Ja, das ist verbreitet und spart eine eigene Tabelle. In
Muss ich alle Korrelationen berichten, auch die nicht signifikanten? Ja. Eine Matrix mit Lücken lässt vermuten, dass selektiv berichtet wurde.
Tabellen, die im Kolloquium standhalten Unser statistisches Lektorat prüft Tabellen und Ergebnisteil auf APA-7-Konformität und darauf, ob die Kennwerte zum gerechneten Verfahren passen.



